In der öffentlichen Debatte finden Konflikte zwischen Alt und Jung viel Beachtung. Das Stereotyp der Alten als Profiteure hat dasjenige der rebellischen Jugend verdrängt. Tatsächlich verändert die Alterung der Gesellschaft das Leben aller Generationen, doch ihr Miteinander ist in der Schweiz mehrheitlich solidarisch. Zu diesem Schluss kommt der «Generationenbericht Schweiz» des Nationalen Forschungsprogramms «Kindheit, Jugend und Generationenbeziehungen im gesellschaftlichen Wandel» (NFP 52).
Laut einer Studie des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums OBSAN werden die Kosten der Alters- und Pflegeheime sowie der Spitexdienste ansteigen. Doch mit geeigneten Massnahmen könnte der befürchtete Kostenanstieg zumindest abgeschwächt werden.
Ein aufschlussreicher Vergleich zwischen Pflegekosten und übrigen Ausgaben nach Altersgruppen.
Text und Grafik Matthias Schenker, infosantésuisse Nr. 4, April 2007
zum Standpunkt
Wenn die Spitex-Dienste ausgebaut würden, könnten sie vor allem bei selbstständigen Patienten Pflegeheime entlasten – dies zeigt eine neue Untersuchung des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums (Obsan).
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Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat am 4. Mai 2006 das neueste Monitoring betreffend Krankenversicherungskostenentwicklung für das 4. Quartal 2005 aufgeschaltet.
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Professionelle Unternehmensführung nimmt bei den Spitex-Organisationen eine immer wichtigere Rolle ein. Dies sagt auch Christoph Minnig, Betriebswirtschafter und Dozent, im «Schauplatz», dem Infomagazin für Spitex-Organisationen.
zum Standpunkt
Eine neue Studie der Universität Neuenburg rechnet für die Langzeitpflege mit mehr als einer Verdoppelung der Kosten bis ins Jahr 2030. Dabei zeigt sich aber auch enormes Sparpotenzial: Mit einer Verkürzung der in Alters- und Pflegeheimen verbrachten Zeit und einer verstärkten Inanspruchnahme der Spitex-Dienste könnten laut der Studie rund 1,8 Milliarden eingespart werden.
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Frau A. aus S. ist 85 Jahre alt. Sie lebt seit dem Tod ihres Mannes allein in einer kleinen 3-Zimmerwohnung. Wegen verschiedener gesundheitlicher Probleme kann sie ihren Haushalt nicht mehr allein besorgen und benötigt Pflege. Sie hat sich deshalb vor einem Jahr an Spitex gewandt. Dank den von kompetenten und engagierten Mitarbeiterinnen erbrachten pflegerischen und hauswirtschaftlichen Dienstleistungen konnte Frau A. bisher in ihrer Wohnung bleiben. Nun hat ihr die Krankenkasse eine Kürzung der Leistungen in Aussicht gestellt.
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Bei der künftigen Pflegefinanzierung muss unbedingt darauf geachtet werden, dass der grosse Nutzen von Spitex nicht verhindert wird. Sowohl ungünstige Finanzierungsverhältnisse zwischen Heimen und Spitex oder Spitälern und Spitex als auch die zu hohe Belastung der Klienten können dies verursachen.
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