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Daniela Brunner mit der Auszeichnung

Die Interkantonale Spitexstiftung wurde 1971 gegründet und wird getragen von den Kantonen Obwalden, Luzern, Solothurn und Uri, der Stadt Luzern, dem Berufsverband für Gemeindekrankenpflege Sarnen und Swiss Life. Die Stiftung will mit ihrer Tätigkeit einen gesundheits-, sozial- und bildungspolitischen Beitrag für die Spitex-Basis leisten – dazu gehören Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie Ausführende. Zudem ist sie Partnerin in allen Spitex-Fragen. 
Mit dem Spitex-Förderpreis werden Einzelpersonen, Gruppen oder Spitex-Organisationen mit besonderen Leistungen für die Spitex-Arbeit ausgezeichnet.
 

Expressdienst der SPITEX BERN

Das Projekt

Der Expressdienst der SPITEX BERN ist eine Dienstleistung zur raschen und unkomplizierten Übernahme von Patienten nach einem Spitalaufenthalt.
Die Idee für den Aufbau eines Expressdienstes entstand nach der Feststellung, dass die Schnittstelle zwischen Spital und Pflege zu Hause oftmals nicht abgestimmt war. Unbefriedigende Situationen für die Klienten und unnötige Kosten im Gesundheitswesen waren die Folge. Die SPITEX BERN beschloss deshalb, diese Schnittstelle zwischen Spital und Pflege zu Hause zu verbessern und ein Expressteam einzusetzen. Seit November 2006 ist dieses Expressteam im Einsatz.

Ziel des Expressdienstes

  • Durch den Einsatz des Expressteams werden folgende Ziele erreicht:
  • Optimaler Übertritt von der Spitalpflege zur Pflege zu Hause
  • Erhöhung des Wohlbefindens des Klienten, indem er weiss, dass er zu Hause nahtlos weiter betreut wird, dass seine Pflege bzw. Unterstützung organisiert ist und er rascher in seine gewohnte Umgebung zurückkehren kann
  • Effizienzsteigerung bei den SPITEX BERN Betrieben, indem die Übernahme von neuen Klienten aus dem Spital geplant und organisiert erfolgen kann
  • Erhöhung der Bettenkapazität im Akutbereich, in dem die Spitäler schneller über leere Betten verfügen können
  • Vermeidungen von Rückfällen, indem die Pflege zu Hause den spezifischen Bedürfnissen des Klienten Rechnung tragen kann.
 

Organisation

Das Expressteam übernimmt bei nachgewiesenem Bedarf innerhalb von vier Stunden die Pflegeleistung. Eine Mitarbeitende des Expressteams sucht den Klienten in der Regel im Spital auf, klärt zusammen mit dem Spitalpersonal den Pflege- und Unterstützungsbedarf ab und unterstützt den Klienten bei Austrittsformalitäten. Die Mitarbeitende des Expressteams erledigt Telefonate und Abklärungen für den Klienten und übernimmt die Pflege und Betreuung bis max. 48 Stunden nach dem Erstgespräch. Anschliessend sorgt sie für eine naht- und reibungslose Übernahme des Klienten durch den Spitex-Betrieb.
Im Expressteam arbeiten drei spitexerfahrene Pflegefachfrauen und zwei Gesundheits-Pflegefachfrauen mit insgesamt 280 Stellenprozenten. 
Die Finanzierung erfolgt durch anrechenbare Stunden gemäss Krankenkassentarif, muss jedoch durch Beiträge und Spenden ergänzt werden.

Bewerbung für Förderpreis

Beweggrund für die Einreichung der Dokumentation war für Daniela Brunner, Leiterin Spezialbetriebe SPITEX BERN, dass sich ein breites Fachpublikum mit dem Thema auseinandersetzen kann und auf diese Dienstleistung aufmerksam wird.

Teamarbeit

Daniela Brunner leitete das Projekt von Anfang an und baute das Dienstleistungsangebot auf. Für sie bedeutete die Erstellung der Dokumentation nochmals eine intensive Auseinandersetzung mit diesem Projekt. «Nur dank der guten und intensiven Mitarbeite des ganzen Expressteams konnte diese qualitativ hochstehende Dienstleistung aufgebaut werden», betont Daniela Brunner.
 
 

Projekt Kinderspitex Biel-Bienne Regio 1998 – 2005

Warum dieses Projekt?

In der Stadt Biel-Bienne und der Region Seeland existierte bis 2002 keine Möglichkeit, kranke und behinderte Kinder durch Fachpersonen von öffentlichen Spitexorganisationen zu Hause betreuen zu lassen.
Das Ziel der Kinderspitex ist es, Familien von kranken und behinderten Kindern in der Pflege ihrer Kinder zu unterstützen, zu beraten und den Teil der Pflege zu Hause auszuführen, welchen die Eltern nicht übernehmen können. Dank professioneller Hilfe und Pflege zu Hause können Klinikaufenthalte für die betroffenen Kinder verkürzt oder sogar vermieden und gewisse Therapien zu Hause durchgeführt werden. Zudem kann insbesondere bei Kleinkindern die Entwicklung besser zu Hause als im Spital gefördert werden.

Auftrag und Organisation

2001 erhielt Elfriede Rabold, Geschäftsleiterin Spitex Biel-Bienne Regio, von ihrem Vorstand den Auftrag, das Projekt Kinderspitex im Betrieb zu lancieren. Sie übernahm die Projektplanung, deren Umsetzung und die damit verbundene Öffentlichkeitsarbeit. Seit 2005 wurde sie von der Leiterin Kinderspitex Birgit Dyla in der Umsetzung des Projekts unterstützt. 
Kinderspitex braucht Pflegefachpersonen mit Erfahrung in der Kinderkrankenpflege. Es ist schwierig, dass jede Spitexorganisation über entsprechendes Fachpersonal verfügt. Durch das Projekt ist die Spitex Biel-Bienne Regio ein regionales Kompetenzzentrum für Kinderspitex geworden. Die Spitexorganisationen in der Region Seeland können die Leistung Kinderspitex mit einem Leistungsvertrag einkaufen. Bis heute unterschrieben sechzehn Spitexorganisationen den Leistungsvertrag. 
Die Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern GEF und der Spitex Verband des Kantons Bern unterstützten den Aufbau der Kinderspitex. Sie empfahlen 2006 den Spitexorganisationen im Kanton Bern, die Zusammenarbeit in der Kinderspitex mittels Leistungsverträgen zu sichern.

Sinnvolles Projekt

Die Anzahl der betreuten Kinder und Familien nimmt jährlich zu. Es zeigt sich, dass vorwiegend schwer kranke Kinder, insbesondere Säuglinge und Kleinkinder, von der Kinderspitex gepflegt werden. 
Die Dankbarkeit der von der Kinderspitex betreuten Kinder und ihrer Familien, sowie die Erfolge, welche mit der Pflege zu Hause erreicht werden, sind der Beweis dafür, dass die Leistungen der Kinderspitex notwendig und sinnvoll sind. 
 

Preisverleihung im Zentrum Paul Klee

In feierlichem Rahmen fand am 28. April 2008 die Preisübergabe statt. Josef Bucher, Direktor der Interkantonalen Spitex Stiftung erwähnte in seiner Begrüssungsrede, dass Spitex auf drei Säulen basiert: einer gesundheitspolitischen, sozialen und wirtschaftlichen. Heute würde weitgehend der soziale Aspekt in dem Sinne vermisst, dass die Spitextätigkeit an die Stoppuhr gekoppelt ist und dadurch die notwendige zwischenmenschliche Beziehung zwischen Pflegenden und Patienten zu Hause oft zu kurz kommt.
Philippe Perrenoud, Regierungsrat und Gesundheits- und Fürsorgedirektor des Kantons Bern bedankte sich bei der Spitex Stiftung, dass gleich zwei Organisationen im Kanton Bern ausgezeichent werden. «Jede Spitex wirkt integrativ, weil sie nach dem wichtigen Grundsatz «ambulant vor stationär» dafür sorgt, dass Menschen die nötige Pflege und Betreuung daheim erhalten».
Spannend und eindrücklich waren die Referate von Annette Ridolfi Luethy, bis 2006 leitende Ärztin Pädiatrische Hämatologie-Onkologie Inselspital Bern, und Reto Wehrli, Nationalrat Kanton Schwyz. 
In seiner Laudatio sagte Hans Hofer, Landamman und Bildungsdirketor des Kantons Obwalden und Präsident der Interkantonalen Spitex Stiftung: «Zu Hause ist das Marktfeld der Spitex. Wenn die Spitex also nicht will, dass sich auf ihrem Marktfeld schon bald eine Vielzahl anderer Anbieter mit eigenen Angeboten tummeln, ist sie gut beraten, ihr eigenes Angebot auf dem Markt so zu gestalten, dass ihr Angebot den Bedarf möglichst breit abdeckt. Und dies in führender Position, auch bezüglich Qualität und Kosten. Sie kann dies nur, soweit sie – über ihr Leitbild hinaus – auch tatsächlich flexibel und innovativ ist. Der Spitexpreis geht an zwei Organisationen an der Spitex Basis, welche nach Überzeugung der Jury die Zeichen der Zeit bestens erkannt und darauf beispielhaft flexibel und innovativ agiert haben.»
Daniela Brunner, Leiterin Spezialbetriebe Spitex Bern und Projektleiterin Expressdienst und ihr Team sowie Elfriede Rabold, Directrice Spitex Biel-Bienne Regio, und Birgit Dyla, Leiterin Kinderspitex, nahmen die Preise entgegen. Mit einem Apéro, abgerundet durch musikalische Begleitung, klang die Veranstaltung aus.

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E-Mail: info@spitex-bern.ch
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