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Das Berner Gesundheitswesen gewinnt 737 Fachkräfte.

Der Rahmen erwies den 737 frisch ausgebildeten Berner Fachfrauen und Fachmännern Gesundheit alle Ehre: Vor über 3‘500 Gästen, musikalisch begleitet durch die Berner Rapper Nemo und Leduc, abgerundet durch eine Festrede von Regierungsrat Pierre Alain Schnegg und unter Konfettiregen durften die Berner FaGe in der imposanten PostFinance Arena ihre Eidgenössischen Fähigkeitszeugnisse entgegen nehmen.
 
Die Lehrabschlussfeier der Fachfrauen und Fachmänner Gesundheit ist zu einem Grossevent avanciert, der FaGe-Beruf ist zu einem Inbegriff einer attraktiven, zukunftsversprechenden Branche geworden. Seit der regulären Einführung im 2004 verzeichnet die generalistisch ausgerichtete Ausbildung wachsende Lernendenzahlen und rangiert neu sogar auf Platz zwei der meistgewählten EFZ-Berufe im Kanton Bern, was angesichts des drohenden Fachkräftemangels besonders erfreulich ist. Diesem Umstand verlieh auch Regierungsrat Pierre Alain Schnegg in seiner Festrede Gewicht, indem er betonte, wie wichtig es sei, dass der Kanton Bern über genügend Fachkräfte im Gesundheitswesen verfüge.
 
Gemäss nationalem Versorgungsbericht für die Gesundheitsberufe 2016 haben sich die Berufsabschlüsse in der Branche insgesamt zwar positiv entwickelt und die Grundbildung FaGe verzeichnet sogar die höchste Zunahme. Dennoch entspricht die Zahl der Abschlüsse in Pflege und Betreuung von 2014 nur rund 56 Prozent des geschätzten jährlichen Nachwuchsbedarfs bis ins Jahr 2025. Mit dem Abschluss ihrer Ausbildung ist für die 737 neuen Fachfrauen und Fachmänner Gesundheit daher nicht nur ein persönlicher Meilenstein erreicht, sie werden auch dringend gebraucht im Berner Gesundheitswesen.
 
Der Anlass konnte mit Unterstützung folgender Sponsoren erfolgreich realisiert werden: Lindenhofgruppe, Stiftung Alpbach Betreuung und Pflege, Insel Gruppe und SPITEX BERN.
 
 

Die Grundbildung FaGe – eine Erfolgsgeschichte

Fachfrauen und Fachmänner Gesundheit (FaGe) sind gut ausgebildete Generalistinnen und Generalisten. Sie arbeiten in Akutspitälern, psychiatrischen Kliniken, Alters- und Pflegeheimen, in Spitex-Einrichtungen sowie Rehabilitationskliniken. Die dreijährige Ausbildung bietet Jugendlichen die Möglichkeit, direkt im Anschluss an die obligatorische Schulzeit einen Beruf im Gesundheitswesen zu erlernen. Auch für erwachsene Personen, die bereits im Gesundheitswesen tätig sind, besteht mit der verkürzten, zweijährigen FaGe-Ausbildung die Option, einen eidgenössisch anerkannten Berufsabschluss nachzuholen. Die abgeschlossene Ausbildung öffnet zudem den Zugang zu einer breiten Palette an Aus- und Weiterbildungen an der Höheren Fachschule oder der Fachhochschule.

Die stetige Zunahme von FaGe-Ausbildungsabschlüssen ist eine erfreuliche Entwicklung. Besonders positiv ist sie im Hinblick auf den drohenden Mangel an Fachkräften im Gesundheitswesen und den sich ändernden Bedürfnissen nach Pflege- und Betreuungsangeboten. Als Generalistinnen und Generalisten, die in allen Versorgungsbereichen arbeiten können, werden die FaGe in diesem Spannungsfeld eine wichtige Rolle spielen. Von 2010 bis 2014 hat sich die Zahl der Ausbildungsabschlüsse von FaGe um 45 Prozent gesteigert, wie im nationalen Versorgungsbericht der Gesundheitsberufe 2016 zu entnehmen ist.

 

OdA Gesundheit Bern

Die Organisation der Arbeitswelt (OdA) Gesundheit Bern ist das Dienstleistungszentrum für Bildungsfragen im Gesundheitswesen des Kantons Bern. Als Branchenvertreterin der stationären Langzeiteinrichtungen, Akutspitäler, psychiatrischen Kliniken, Rehabilitationskliniken und der Spitex koordiniert sie die berufsbildungsspezifischen Anliegen von Arbeitgeberverbänden, Arbeitnehmerorganisationen und den kantonalen Behörden. Die OdA Gesundheit Bern setzt sich für die berufliche Nachwuchsförderung ein und unterstützt Betriebe in Ausbildungsfragen. Für die beruflichen Grundbildungen Assistent/in Gesundheit und Soziales mit eidgenössischem Berufsattest (AGS EBA) und Fachfrau/Fachmann Gesundheit mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (FaGe EFZ) organisiert sie die Überbetrieblichen Kurse (ÜK) und das Qualifikationsverfahren (QV). Darüber hinaus gestaltet sie Bildungsgrundlagen für die berufliche Grundbildung, höhere Berufsbildung und die berufsorientierte Weiterbildung mit, damit auch in Zukunft genügend gut qualifiziertes Fachpersonal im Gesundheitswesen tätig ist.

SPITEX BERN

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